2.Mannschaft - FCB verprügelt Schöllbronn Drucken
Geschrieben von: Christopher Rau   
Montag, den 02. Dezember 2013 um 08:50 Uhr

Einen wahrhaftigen Sahne-Tag erwischte unsere zweite Mannschaft am vergangenen Sonntag beim Gastspiel in Schöllbronn. Gegen eine, mit einigen Spielern aus dem Kader der ersten Mannschaft, verstärkte TSV-Reserve schickte Coach Martin Hucker seine Jungs hochmotiviert ins Rennen, wenngleich die kleinen „Sticheleien“ von Schöllbronner offizieller Seite vor dem Spiel bereits Motivation genug waren. Am Ende wurde es eine Fußball-Demonstration – eine Symphonie in sieben Akten, mit einem perfekt harmonierenden FCB-Orchester und einem starken Philipp Schwemmle als Dirigenten.

Pünktlich um 12.15 Uhr gab der sehr gute Unparteiische Andreas Dickemann die Kugel frei und leitete damit einen Sturmlauf des FCB auf das Schöllbronner Gehäuse ein. Speziell der erste Durchgang war schön und brutal zugleich, denn der FCB hatte sichtlich Spaß und Schöllbronn hatte nichts – aber auch gar nichts - entgegenzusetzen. Den Torreigen eröffnete dabei Interims-Kapitän Höger bereits nach wenigen Minuten. Vorausgegangen war ein langer Ball auf den schnellen Schäfer, der mal wieder schneller war als der gegnerische Torsteher und im Strafraum unsanft von den Beinen geholt wurde. Logische Konsequenz - Elfmeter. Marcel Höger trat an und verwandelte gewohnt souverän. Und keine drei Minuten später bereits der nächste Streich. Schneller Angriff über rechts, Außenverteidiger Dominik Zimmermann war der TSV-Defensive enteilt und schloss aus spitzem Winkel beherzt ab. Und weiter ging‘s. Wieder waren nur vier Minuten gespielt, da klingelte es wieder in des Gegners Kiste. Wieder ein schneller Angriff über außen, dieses Mal über die linke Seite, von wo Stefan Holbach den Ball scharf vor’s Tor brachte und das Spielgerät, unter freundlicher Mithilfe des Schöllbronners Wipfler, den Weg von dort ins Tor fand. 3:0 – da waren gerade einmal 15 Minuten gespielt. Jetzt hatten die Jungs um Spielmacher Philipp Schwemmle sichtlich Spaß und trafen fast nach Belieben. Wieder ein scharfer Ball vor die Kiste, wo Stefan Holbach blitzschnell schaltete und den Ball über die Linie drückte (24.). In dieser Phase fanden die Gastgeber kein Mittel, einen überragend aufspielenden FCB auch nur ein bisschen fern vom eigenen Tor zu halten. Die Rot-Schwarzen waren eben immer diesen einen Schritt schneller. So auch in Minute 39, als Routinier Uwe Stark den Ball im Sechzehner gekonnt annahm und wieder nur durch Foul gestoppt werden konnte. Und da Marcel Höger bereits bewiesen hatte, dass er es vom Punkt kann, durfte es dieses Mal Goalgetter Simon Reiser versuchen. Aber der kann es ja sowieso – 5:0. Und weil es gerade so viel Spaß machte, machten unsere Jungs das halbe Duzend noch vor dem Pausenpfiff voll. Verantwortlich zeichnete sich wieder der bärenstarke Dominik Zimmermann, der seine herausragenden Leistungen der letzten Wochen mit seinem zweiten Tagestreffer krönte. Dann war Halbzeit – zum guten Glück für den TSV, denn in dieser Phase spielte der FCB wie im Rausch.

In Halbzeit Zwei schaltete der FCB dann – wie das nun mal so ist – ein paar Gänge runter. Aber das hatten sich die Jungs auch verdient, wenngleich man das Spiel in jeder Phase unter Kontrolle hatte. Zwar kam auch der TSV nun zur ein oder anderen Offensivaktion, scheiterte aber letztlich an den eigenen Nerven, wie zum Beispiel beim verschossenen Strafstoß, oder aber an FCB-Keeper Jens Speck, der, wenn es dann doch mal gefährlich wurde, immer auf dem Posten war. Unsere Elf, durch Auswechslungen inzwischen leicht verändert, hatte aber noch eine Patrone im Lauf und kam wenige Minuten vor dem Abpfiff noch zum 0:7, als FCB-Legende Axel Bauer eine maßgeschneiderte Schwemmle-Flanke aus kurzer Distanz sehenswert im oberen Toreck unterbrachte. Schön zu sehen, wie sich eine gesamte Mannschaft auch nach dem siebten (!!!) Tagestreffer noch so mit dem Schützen gemeinsam freuen kann. Diese Truppe ist wahrhaftig mehr als nur ein Team aus 16 oder 17 herausragenden Individualisten. Der Schöllbronner Ehrentreffer, quasi mit dem Schlusspfiff, störte dann auch keinen mehr wirklich. Der einzige Wehrmutstropfen an diesem Tag war die schwere Verletzung von Dauerläufer Jochen Lichtenberger, der den Platz, mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch, in Richtung Krankenhaus verlassen musste. Alles Gute Lichti - werd schnell wieder gesund. Deine Jungs warten auf Dich !!

 

Aufstellung: Speck – Zimmermann, Bossert, Höger, Kurz – Stark, Lichtenberger (Mai) – Schäfer (M.Reiser), Schwemmle, Holbach – S.Reiser (Bauer)