2.Mannschaft - Viel "Gegenwind" bei 13. Saisonsieg Drucken
Geschrieben von: Christopher Rau   
Freitag, den 06. Dezember 2013 um 08:31 Uhr

Mit der „13“ ist das ja bekanntlich so eine Sache. Und so stand auch der 13. Saisonsieg unserer zweiten Mannschaft beim Nachholspiel in Spessart unter keinem guten Stern. Zwar wurde er letztlich dennoch eingefahren, musste aber hart erarbeitet und letztlich sogar teuer bezahlt werden.

Mit großen Sorgenfalten blickten die Verantwortlichen des FCB dem Spiel gegen die zuletzt starken Spessarter entgegen. Zum einen, weil man mit Bauer, Höger, Mai, Lichtenberger, Rau, Ruppert und Stark gleich sieben Akteure ersetzen musste und zum anderen, weil man im Ettlinger Höhenortsteil unter wirklich widrigen Bedingungen auf dem ungeliebten roten Hartplatz ran musste. Nicht gerade ein Vorteil für unsere technisch starke Mannschaft. Und wie erwartet, entwickelte sich vom Beginn weg auch ein sehr zerfahrenes Fußballspiel. Zwar war der FCB bemüht, das Spiel zu kontrollieren und ließ sehr wenige Offensivaktionen der Gastgeber zu, gleichzeitig wollte bei teilweise einsetzenden Sturmböhen aber auch nach vorne nicht viel gelingen. Nahezu kein Ball landete, vom Winde verweht, dort wo er eigentlich hin sollte. Ruhende Bälle waren ebenso kaum möglich, weil der Ball schlichtweg nicht liegen blieb. Daher auch nicht unverständlich, warum schon in Durchgang Eins ganze 6 Minuten nachgespielt werden mussten. Nichts desto trotz gelang dem FCB bereits in dieser Phase, wie sich später herausstellen sollte, der goldene Treffer. In Minute 34 drang Stoßstürmer Reiser in den Strafraum der Hausherren ein, nachdem er zuvor zwei Gegenspieler gekonnt aussteigen ließ, wurde dann aber regelwidrig von den Beinen geholt. Klare Sache – Elfmeter. Diese Sache ließ sich der Goalgetter selbst nicht nehmen und verwandelte, mit etwas Glück, zur 1:0-Führung. Glück deshalb, weil TSV-Keeper Schneider noch mit den Fingerspitzen dran war. Aber uns war’s egal! Nach 51 Minuten war dann endlich Halbzeit.

Und weiter ging es mit den Hiobsbotschaften für Coach Martin Hucker. So mussten in der Pause nämlich Mittelfeldakteur Uwe Reiser und Außenstürmer Nicolas Schäfer das Feld ebenfalls verletzungsbedingt räumen. Martin Reiser und Dennis Bastian bezogen derweil ihre Posten. Viele schlechte Nachrichten also bis dahin für unsere Jungs – und es sollte noch bitterer kommen.

Halbzeit Zwei hatte kaum Fahrt aufgenommen, da schickte der Unparteiische FCB-Youngster Patrick Kurz unberechtigterweise mit Rot vom Feld. Und so musste unsere Truppe die letzte halbe Stunde gegen einen Mann mehr, die eigenen schwindenden Kräfte und die weiter ungemütlichen Bedingungen ankämpfen. Dass von da an, aus FCB-Sicht, nicht mehr an gepflegten Fußball zu denken war, war klar. Die Rot-Schwarzen versuchten alles und stemmten sich mit aller Kraft gegen den drohenden Anschlusstreffer. Zwar war der TSV von nun an (personell) überlegen, die entscheidenden Offensivaktionen gelangen aber nicht. Auch, weil sich unsere Hintermannschaft um Dennis Bastian, Tobias Mess, Marco Bossert und der wieder einmal starke Dominik Zimmermann keine Blöße gab. Und falls doch mal etwas durch kam, dann war FCB-Keeper und Interims-Kapitän Jens Speck, wie immer, auf seinem Posten. In einer, auch körperlich, immer härter werdenden Partie verlor man dann auch noch Torjäger Reiser – na klar – verletzungsbedingt. Stefan Holbach kam für die letzte viertel Stunde und versuchte als „defensiver“ Stoßstürmer für die wenigen, aber nötigen, Entlastungsangriffe zu sorgen. Und so verstrich Aktion um Aktion, Sekunde um Sekunde und Minute um Minute. Und weil Jan Triebskorn die letzten Minuten, trotz Krämpfen, durchhalten musste, verteidigte der FCB letztlich sogar nur noch mit 9 Mann. Die achtminütige (!!!) Nachspielzeit (obwohl nur drei Minuten angezeigt wurden), sorgte noch einmal für Aufregung, auch weil die Hausherren in der allerletzten Szene noch ihre gefährlichste Aktion hatten.

Fazit: Ein schwer erkämpfter Sieg in einem Spiel, das alleine von den Bedingungen her nichts mit Fußball zu tun hatte. Auch wenn an diesem Tag bei uns nicht viel gelang und die Gastgeber zum Schluss dem Ausgleich nahe waren, überzeugte unsere junge Truppe vor Allem durch eine fantastische kämpferische Leistung und verdiente sich nicht nur drei Punkte, sondern den allergrößten Respekt.

 

Aufstellung: Speck – Zimmermann, Bossert, Mess, Kurz – U.Reiser (D.Bastian), Henke – Schäfer (M.Reiser), Schwemmle, Triebskorn – S.Reiser (Holbach)