Boah…. was war denn da los?
Mit einem nicht für möglich gehaltenen und historisch hohen Auswärtssieg am Federbach, gelang unserer Mannschaft nicht nur der dritte Sieg im vierten Spiel, sondern auch eine eindrucksvolle Revanche für die derbe Pleite zu Jahresbeginn an selber Stelle.
Bei besten äußeren Bedingungen und sehr gut bespielbarem Untergrund begannen die Mannen von Busenbachs Coach Öztürk, seines Zeichens wohnhaft nur einen Steinwurf vom Sportareal entfernt, hochkonzentriert und extrem spielstark. Früh zeichnete sich ab, dass es ein bitterer Tag für den Tabellenletzten werden könnte, denn speziell die Offensive der Rot-Schwarzen stellte die Hintermannschaft der Hausherren ein ums andere mal vor Probleme, speziell wenn es schnell ging. So war der erste Treffer auch nur eine Frage der (frühen) Zeit. FCB-Youngster und Mittelfeldmotor Anton Konrad war es vorbehalten, seine Farben in Führung zu bringen, als er im Strafraum des FVM mustergültig freigespielt wurde und ebenso überlegt wie humorlos ins kurze Eck abschloss. Nicht weniger schön machte es nur einige Zeigerumdrehungen später sein Nebenmann Claudius Beuthner, der einen gesprungenen Ball artistisch, in bester „Zlatan-Manier“, unter den Querbalken drosch. Damit schien die Messe bereits recht früh gelesen, denn die Gäste aus dem Albtal vergaben in dieser Phase sogar noch die ein oder andere Großchance oder scheiterten am ehemaligen Busenbacher Erdem Cinar im FVM-Gehäuse, der in dieser Phase unter anderem gegen den allein durchgebrochenen App stark reagierte. Dennoch war bereits Mitte der ersten Halbzeit der Deckel endgültig drauf, als Maier den Musiala machte und aus der Drehung anschrieb – 3:0 nach 25 Minuten. Treffer Nummer Vier blieb dann Busenbachs Kapitän App vorbehalten, der sich den Ball am Mittelkreis schnappte, in seiner unnachahmlichen Manier gegen drei Gegenspieler durchsetze und dem Tornetze von der Strafraumkante die Löcher rausballerte. Doch noch immer war nicht Schluss. Noch vor dem Pausenpfiff erzielte Simon Maier Saisontreffer Nummer 6, als er vom wieder einmal durchgebrochenen App besser bedient wurde als in jedem 3-Sterne-Restaurant und nur noch über die Linie drücken musste. Der einzige Wehrmutstropfen in einer nahezu perfekten ersten Halbzeit war der Gegentreffer zum 1:5, als quasi mit dem Halbzeitpfiff kurz der Schlendrian einkehrte und man die Hausherren einlud, auch mal auf das Tor von FCB-Co-Trainer Bozic zu schießen, der seine Nummer 1, Jens Speck, wieder einmal hervorragend vertrat. Dann war Pause.
Aber auch nach der Halbzeiterfrischung ging das muntere Scheibenschießen weiter, den kaum zwei Zeigerumdrehungen nach Wiederanpfiff profitierte Kapitän App von einem Fehler der Hausherren und machte das halbe Duzend lässig voll. In der Folge wechselte der FCB munter durch, ohne jedoch nachlässig zu werden. Erneut war es Raphael App mit seinem dritten Streich an diesem Tag (und seinem siebten Saisontreffer insgesamt), welcher das Ergebnis auf 1:7 stellte, ehe der als Linksverteidiger eingewechselte Momodou „Phonzie“ Manneh einen Freistoß nahe der Eckballfahne direkt – und auf Ansage seines Trainers – in den Giebel des langen Torecks zirkelte. Und weil bis dahin fast jedes Tor äußerst Sehenswert war, setzte Rechtsverteidiger Leandro Nordmann in den Schlussminuten noch einmal zum 100-Meter-Sprint an, kombinierte sich unterwegs über zwei Doppelpässe durch die gesamte Malscher Mannschaft und hob den Ball dann freistehend über Gastgeber-TW Cinar ebenfalls sehenswert zum Schlusspunkt ins Eck.
9:1 aus Sicht unseres FCB…. in Worten: „Neun zu Eins“ !!! Wahnsinn !!! Und irgendwo in Malsch machte sich am Montag Vormittag ein äußerst gut gelaunter FCB-Cheftrainer auf zum Getränkemarkt 😉