Die offizielle Vereinswebseite des FCB

Last-Minute-Sieg am Wasen

Einen (ergebnistechnischen) Auftakt nach Maß erwischte unsere 1.Mannschaft zum Jahresauftakt am Völkersbacher Wasen, tat sich gegen gut verteidigende und diszipliniert auftretende Hausherren aber bis zur sprichwörtlich letzten Sekunde extrem schwer, zumal das sehr holprige Geläuf sein Übriges dazu beitrug.

Obwohl die beiden Aleksic-Brüder, Außenverteidiger Günes sowie Torhüter Speck zum Auftaktspiel nicht zur Verfügung standen, konnte FCB-Trainer Cem Öztürk auf einen guten Kader sowie eine volle Bank zurückgreifen und ging somit guter Dinge in das zu erwartend schwere Auswärtsspiel.

Vom Beginn weg versuchte der FCB gleich das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen und verzeichnete früh einige Einschussmöglichkeiten, scheiterte aber entweder am mehrfach hervorragend reagierenden SVV-Schlussmann Marco Rausch, dem schwer bespielbaren Untergrund oder dem berühmten letzten Pass, der entweder erst gar nicht gespielt wurde oder aber nicht ankam. In solchen Fällen muss dann oftmals ein Standard her, um den Riegel zu knacken – und diese Möglichkeit bot sich auch. Linksaußen Simon Maier brach einmal mehr über seine Seite durch und wurde nahe der Torlinie unsanft von seinem Gegenspieler von den Beinen geholt, so dass der umsichtig und souverän leitende Unparteiische Jonas Becker gar nicht mehr anders konnte, als auf den Punkt zu zeigen. FCB-Kapitän Raphael App übernahm Verantwortung, schob die Kugel aber um Haaresbreite am rechten Pfosten vorbei. Bis zur Pause blieb das Bild weitestgehend unverändert, bei dem der FCB klare Feldvorteile verbuchte, die Hausherren aber ihrerseits auch das ein oder andere Mal in Abschlusspositionen kamen. Dennoch passierte bis zum Pausenpfiff nichts mehr.

Im zweiten Spielabschnitt gab es wiederum kaum Veränderungen. Der FCB schnürte die Hausherren noch tiefer in die eigene Hälfte ein, brach auch das ein oder andere Mal durch, scheiterte aber zumeist an der extrem vielbeinigen und aufopferungsvoll verteidigenden SVV-Defensive oder den eigenen Abschlüssen. Und weil die Gastgeber in dieser Phase selten bis gar nicht mehr vor dem von FCB-Co-Trainer Robin Bozic gehüteten Gehäuse auftauchten, rückte eine torlose Punkteteilung immer näher, denn auch nach 90 gespielten Minuten konnte noch keine der beiden Mannschaften anschreiben. Drei Minuten gab es vom Unparteiischen nochmal oben drauf, die wegen eines Zeitspiels und der folgerichtigen gelben Karte sogar noch einmal verlängert wurden und so standen bereits 93 Minuten und 30 Sekunden auf der Uhr, als Simon Maier zum gefühlt letzten Freistoß antrat. Seine Hereingabe vom linken Flügel wurde zwar von der Heimmannschaft noch einmal geklärt, fiel dem eingelaufenen Freistoß-Schützen aber perfekt vor die Flinte, so dass dieser aus kurzer Distanz zum nicht mehr für möglich gehaltenen, aber viel umjubelten Siegtreffer einschießen konnte. Die erneuten 120 Sekunden Extra-Time konnte der FCB in der Folge schadlos überstehen, so dass am Ende ein – aufgrund der Torzeitpunkts – natürlich glücklicher, aber keinesfalls unverdienter Sieg des Tabellenführers zu Buche stand.