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Interview der Woche – Fabian Bugger (verletzter, stv. Kapitän der 1. Mannschaft)

Servus Buggi, zunächst einmal die Frage, da du ja seit Mai leider nicht zur Verfügung stehst, was die Verletzung macht und wann die Fans mit deiner Rückkehr rechnen können?

Ich werde diese Woche mit dem Lauftraining beginnen. Die Verletzung bereitet mir leider immer noch Schmerzen und der Heilungsverlauf war bisher eher schleppend, weshalb ich behutsam wieder ins Training einsteigen werde. Ich muss mich wohl noch weiterhin in Geduld üben, da ich mittlerweile schon seit einem halben Jahr keinen Sport mehr betrieben habe. Es braucht seine Zeit bis ich wieder körperlich und konditionell dort bin, wo ich vor einem halben Jahr war. Mein Ziel ist es spätestens zur Rückrunde wieder fit im Kader zu stehen.

Trotz deines Fehlens fieberst du in jedem Spiel unter „Starkstrom“ am Spielfeldrand mit. Wie siehst du den bisherigen Saisonverlauf und was macht die Mannschaft bisher so erfolgreich?

Wir sind mit 7 Siegen aus 7 Spielen hervorragend in die Saison gestartet und darüber hinaus bisher noch ungeschlagen. Unsere Mannschaft hat viel Potenzial, um ganz oben mitzuspielen. Aber es werden vielleicht auch mal Phasen kommen, in denen es dann nicht so gut läuft (z.B. aktuell haben wir etliche Verletzte zu verzeichnen). Gerade da gilt es weiterzumachen und das Beste daraus zu machen. Wir sind nun mal eine sehr junge Mannschaft, die aber im Gegensatz zum Vorjahr noch viel enger zusammengerückt ist. Ich denke die mannschaftliche Geschlossenheit hat einen großen Anteil an unserem bisherigen Geleisteten. Aber auch unser Trainer Andre Stubenrauch hat zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Er verbessert uns Woche für Woche und jeder einzelne lernt stetig dazu. Gerade bei den ganz jungen Spieler erkenne ich eine positive Entwicklung zur letzten Saison, nicht nur fußballerisch, sondern auch was die Persönlichkeit betrifft.

Beim FCB hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Wie beurteilst du die Entwicklung des Vereins?

Der FCB hat meiner Meinung nach den richtigen Weg eingeschlagen, indem er auf eigene Jugendspieler setzt und sich bei Bedarf mit Spieler verstärkt, die sich auch mit dem Verein identifizieren. Letzteres finde ich persönlich enorm wichtig. Schließlich sind wir keine Profis, sondern gehen unserem Hobby nach. Da sollte Kameradschaft ganz oben stehen. Mit Geld lässt sich nun mal nicht immer alles erzwingen.

Ich möchte ein exemplarisches Beispiel nennen: Bei unserem alljährlichen Sportfest hilft jeder einzelne Spieler aus dem Seniorenbereich tatkräftig mit, um dieses so erfolgreich zu gestalten wie nur möglich. Ich denke auch das ist ein Zeichen dafür, dass ein Verein intakt ist.

Genau während der Fertigstellung dieses Interviews hat dein Verein, der FC Schalke 04, Trainer Jens Keller entlassen. Ein Nachfolger steht mit Di Matteo bereits mit der Entlassung fest! Die richtige Entscheidung oder eine mit Beigeschmack die unterstreicht welch Schleudersitz der Trainerstuhl bei den „Knappen“ ist?

Ich kann (möchte) ehrlich gesagt nicht genau beantworten, ob die Entlassung gut oder schlecht war. Ich hätte mir zwar zeitweise schon einen attraktiveren Fußball gewünscht, aber zur Umsetzung muss auch die Mannschaft bereit sein und das hat man nur selten gesehen. Gleichzeitig wird sich in der Zukunft zeigen, ob die Verpflichtung von Di Matteo die richtige oder falsche war. Ich kenne ihn nicht wirklich gut, deshalb kann ich kein Urteil über ihn fällen. Was mich aber maßlos ärgert ist der Umgang mit Jens Keller durch die Medien. Er hatte seit seinem Amtsantritt vor 22 Monaten einen schweren Stand und wurde Woche für Woche angezählt. Ich möchte darauf hinweisen, dass dies durch die Medien stattfand, nicht von den Schalker Fans oder vom Verein. Ich bin so gut wie auf jedem Spiel, heim und auswärts, und ich hatte in den 22 Monaten keinen einzigen „Keller-Raus“-Ruf von einem Schalker gehört. Auch in schlechteren Phasen standen wir hinter ihm. Weil wir wussten, dass es nicht nur an ihm lag. Ich spreche da die Mannschaft an, die dadurch zu oft ein Alibi hatte. Ich habe allergrößten Respekt vor Jens Keller, wie er dieses fast zweijährige Auf und Ab, mit ständigem medialen Gegenwind, weggesteckt hat. Das hat kein Mensch verdient. Es ist skandalös was sich zeitweise die Massenmedien erlauben, in Bezug auf einzelne Personen, nicht nur im Sport. Fast täglich Hetze in Politik und Weltgeschehen, sobald man die Zeitung aufschlägt. Ich bin in der Hinsicht sehr vorsichtig geworden.

Vielen Dank für das Interview!