Zu ungewohnter Anstoßzeit traf unsere 1.Mannschaft am vergangenen Sonntag auf eine, wieder einmal, extrem umgebaute „Reserve“ des TSV Reichenbach, die mit der eigentlichen zweiten Mannschaft der Blau-Weißen wohl nur ganz wenig gemein haben dürfte. Auf immerhin sieben (!!!) Positionen, im Vergleich zum Spiel in Neuburgweier, aktualisierte TSV-Trainer Palazzo seine Elf und brachte neben 1.-Mannschafts-Spielertrainer Ruppenstein auch noch einige hochtalentierte A-Jugendlichen der hauseigenen Verbandsligamannschaft. Folglich hatte das Kräfteverhältnis auf dem Reichenbacher Kunstrasen auch nichts damit zu tun, dass dort der Tabellenführer auf den Drittletzten traf, sondern die zahlreichen Zuschauer sahen zwei gut besetzte Mannschaften.
Und so nahm das Spiel von Minute Eins an Fahrt auf und beide Parteien konnten direkt Chancen für sich verbuchen. Den ersten Treffer legte aber der FCB vor, als Kapitän Raphael App nach 15 Spielminuten wuchtig einschoss. Was danach folgte, war Fußballekstase für alle FCB-Anhänger, denn in den folgenden 9 Minuten legte unsere Elf durch Nikolas Sallinger, Dominik Bauer und Liridon Abazi noch unglaubliche dreimal nach und es stand nach 24 gespielten Minuten sage und schreibe 0:4 für den Tabellenführer. Wer weiß wo dies noch hingeführte hätte, wäre Reichenbachs Ruppenstein direkt im Anschluss, durch einen sehenswerten Freistoßtreffer, nicht umgehend wieder der Anschluss gelungen. Danach schienen sich beide Mannschaften besser auf den Gegner eingestellt zu haben und neutralisierten sich, auf stets gutem Niveau, weitestgehend.
In Halbzeit Zwei erhöhte der TSV noch einmal die Schlagzahl und kam zu weiteren Chancen, scheiterte aber am gut verteidigenden FCB und dessen Torhüter Jens Speck. Auf der Gegenseite konnte sich Reichenbachs TW Becker aber ebenfalls mehrfach auszeichnen, sodass sich am Ergebnis zunächst nichts änderte. Erst als die Hausherren eine viertel Stunde vor Schluss noch einmal herankamen, stieg der Puls bei allen Beteiligten noch einmal an, bevor der sehr souveräne und stets unaufgeregt agierende Unparteiische Marcel Dutschke das Scharmützel nach 90 gespielten Minuten schloss.
Alles in Allem verdiente sich der FCB die Punkte aufgrund der reiferen und abgezockteren Spielweise redlich und verließ den Platz verdientermaßen als Derbysieger. Den Hausherren konnte der erhoffte Befreiungsschlag nicht gelingen, was aber nur eine Frage der Zeit sein dürfte, sollte man auch in den nächsten Partien mit dieser Mannschaft auflaufen.