1.Mannschaft - FCB scheitert im Elfmeterschießen Drucken
Geschrieben von: Christopher Rau   
Freitag, den 01. August 2014 um 08:14 Uhr

Wie in der Vorsaison musste unsere erste Mannschaft auch in diesem Jahr wieder nach der zweiten Pokalrunde die Segel streichen. Das Gastspiel beim FC Fackel Karlsruhe (auf dem Gelände des Bulacher SC) bestritten die Jungs von Interimstrainertrainer Rau dabei ohne die Stammkräfte Föhrenbacher, M. Vogel, T.Vogel sowie Schwemmle und mussten dabei sogar, genau wie in der ersten Runde, über die kompletten 120 Minuten gehen.

Der Sekundenzeiger der Uhr hatte kaum ein erstes Mal die 12 erreicht, da klingelte es schon im Kasten des FCB. Einen langen Ball unterschätzte die FCB-Defensive folgenschwer, so dass ein Akteur der Heimmannschaft nur noch quer zu legen hatte und ein zweiter die Kugel über die Linie drückte. Ein Auftakt nach Maß sieht sicherlich anders aus. Vom frühen Schock gezeichnet, gelang unserer Elf in den ersten Minuten herzlich wenig. Zwar man um einen kontrollierten Spielaufbau bemüht, allerdings hatte man immer wieder Probleme mit den langen Bällen der Hausherren. Erst nach gut 15 Minuten bekam der FCB das Spiel allmählich in den Griff und war fortan die spielbestimmende Mannschaft. Gefühlte 75% Ballbesitz und einige vielversprechende Chancen (unter anderem ein Lattentreffer) änderten aber auch weiterhin nichts am Ergebnis. Aber kurz vor der Pause dann der nächste Paukenschlag: Nach einem verlorenen Laufduell an der gegnerischen Torauslinie wollte Kapitän Uwe Reiser den Ball schnell wieder zum Torabstoß in die Mitte bringen, wurde dabei von seinem Gegenspieler allerdings gestoßen, so dass er kurzzeitig das Gleichgewicht verlor und statt des Balles den gegnerischen Fuß traf. Klingt kurios, war aber tatsächlich genau so. Diese Situation wertete der Unparteiische als „Tätlichkeit“ und verwies den Spieler mit rot des Feldes. Unnötig darüber zu philosophieren, wieso der gegnerische Spieler dabei völlig straffrei davon kam. Dann war Halbzeit.

Im zweiten Spielabschnitt war der FCB, trotz personeller Unterzahl, über die gesamte Spieldauer Herr des Geschehens und erarbeitete sich zahlreiche Chancen. Aber wieder und wieder scheiterte man an den eigenen Nerven, oder dem Mann zwischen den Pfosten. Während FCB-Keeper Jens Speck zu diesem Zeitpunkt praktisch beschäftigungslos blieb, entwickelte sich der Torsteher der Hausherren zum unüberwindbaren Hindernis. Aber die Moral unserer Jungs war phänomenal und man rannte wieder und wieder an. Allen voran die lauffreudigen Maurizio Veltre und Spielmacher Kevin Hanke kämpften bis zum Umfallen. Als der FCB in den Schlussminuten dann noch Okan Topal durch eine Verletzung verlor und man selbst nicht mehr auswechseln konnte, schien es um die Mannschaft geschehen. Mit mittlerweile zwei Mann weniger versuchte man aber weiterhin alles und wurde für die Mühe belohnt. In der zweiten Minute der Nachspielzeit war es Mauro Veltre, der eine der schönen Standard-Hereingaben von Neuzugang Ivanovic per Kopf in die Maschen beförderte. Dann war Schluss – was für ein Finish !!

In der Nachspielzeit sah man den beiden Truppen die schwindenden Kräfte mehr und mehr an. Keiner wollte mehr alles riskieren – die Entscheidung im Elfmeterschießen kam näher und näher… Und dann war es soweit. Und auch hier ging es in die „Verlängerung“. Während der FCB von den ersten 5 Versuchen nur 3 im Tor unterbringen konnte, schossen auch die Hausherren einmal am Tor vorbei und ein weiteres Mal fischte FCB-Keeper Jens Speck das Ding sehenswert aus dem Toreck. Jetzt ging es weiter im K.O.-System. Und auch hier wurden die zahlreichen Zuschauer lange auf die Folter gespannt. Sage und Schreibe 9 Schützen musste jede Mannschaft aufbieten um die Entscheidung herbeizuführen. Und zum Schluss blieb unseren Jungs der verdiente Erfolg dann doch verwehrt. Der FCF traf einmal mehr und zog damit in die nächste Runde ein.

Dennoch kann man unserer Mannschaft nur allerhöchsten Respekt zollen. Sage und schreibe 75 Minuten in Unterzahl, davon zeitweise sogar mit 2 Mann weniger, ackerten und rackerten die Rot-Schwarzen bis zur Erschöpfung. Auch wenn der verdiente Lohn verwehrt blieb, die Einstellung und der Kampfgeist eines jeden einzelnen war wirklich phänomenal. Hut ab !!