2.Mannschaft - „clever“ siegt über „bemüht aber umständlich“ Drucken
Geschrieben von: Christopher Rau   
Montag, den 16. September 2013 um 14:23 Uhr

Sonntag, 15.09.2013 – 15 Uhr: Es war wieder Derby-Time. Und gerade in so einem Spiel sind urlaubsbedingte Ausfälle oder Verletzungen, im wahrsten Sinne des Wortes, noch schmerzhafter. So musste Coach Martin Hucker an diesem Sonntag nicht nur die Stammkräfte Bastian, Beuthner, Höger, Knab, Kurz, Langer, Ochs, Stark, Triebskorn und Weber ersetzen – wegen der zusätzlich fehlenden Spieler aus dem Kader der Ersten (Föhrenbacher, D.Reiser, U.Reiser, Hanke, Backenstos) konnte man auch von dort auf keine Unterstützung hoffen. Dennoch soll dies keine Ausrede sein, zumal der FCB-Trainer, wie immer, wieder eine gute Elf auf den Platz schicken konnte.

Bei nasskaltem Wetter fanden überraschend viel Zuschauer den Weg nach Palmbach, an die Waldbronner Straße, um sich davon zu überzeugen, wer im „Duell der Unbesiegbaren“ die Nase vorne haben würde. Die Gastgeber, die ebenfalls mit Verletzungspech zu kämpfen hatten, wurden von ihrem Trainer André Stubenrauch perfekt auf das Spiel eingestellt und besannen sich in den ersten Minuten darauf, dem FCB das Leben schwer zu machen. Gleichzeitig versuchte der immer anspielbereite Kapitän Trentl sein Glück im Alleingang gegen die Busenbacher Hintermannschaft. So verstrichen die ersten Minuten. Busenbach war um Spielaufbau bemüht, die SG 1905 konterte – mit Erfolg. Ein vorgetragener Angriff über die linke Seite landete bei Dennis Weber, der aus gut 20 Metern einfach mal draufhielt und das Ding, mit dem Prädikat „Sonntagsschuss“, im Busenbacher Gehäuse unterbrachte. Durch diesen Rückstand waren die Jungs von der Albhöhe sichtlich geschockt und fabrizierten in der Folge einige unnötige Fehler. So auch nur 5 Minuten später, als man den Ball bereits sicher glaubte, dann aber völlig unnötigerweise wieder verlor und zum zweiten Mal das Nachsehen hatte. Irgendwie landete die Kugel nämlich beim Ex-Busenbacher Trentl, der sich diese Chance natürlich nicht zweimal nehmen ließ. 2:0 nach zwanzig Minuten – das hatte man sich beim FCB sicherlich anders vorgestellt. Da bis zur Pause dann nicht mehr wirklich viel gelingen wollte, gingen beide Mannschaft mit unverändertem Ergebnis in die Kabinen.

Im zweiten Spielabschnitt sahen die zahlreichen Zuschauer einen FCB, der es nicht mit der Brechstange, sondern spielerisch versuchte. Auf dem extrem kleinen Palmbacher Geläuf entwickelte sich dieses Vorhaben aber zu einem Kampf gegen Windmühlen. Die taktisch sehr gut spielenden Gastgeber konnten spielerisch in dieser Phase nicht ganz mithalten, aber das versuchten sie auch gar nicht. Stattdessen betrieben sie einen enormen kämpferischen und läuferischen Aufwand und machten mit ihrer vielbeinigen Defensive unseren Jungs das Leben schwer. Und weil auch die Mannen um Goalgetter Reiser nicht ihren besten Tag erwischten, gab es an diesem Sonntag fast kein Durchkommen. Einzig Außenstürmer Holbach hatte ein, zwei gute Möglichkeiten, scheiterte aber spätestens am gut aufgelegten SG-Torhüter Ginzky. So passierte bis zum Schluss nichts mehr und unsere Elf musste nach mehr als 20 Spielen das Feld mal wieder als Verlierer verlassen. Dennoch ist diese Niederlage kein Beinbruch. Einen schlechten Tag darf sich jeder Mal erlauben und diese Jungs haben uns in der Vergangenheit dafür schon mehr als entschädigt. Und immer noch gehört diese junge Truppe zweifelsfrei zur „Crème de la crème“ der Liga.

Unser Kompliment gilt aber den Gastgebern der SG 1905, um ihren Trainer André Stubenrauch, der seine Truppe, wie immer, perfekt vorbereitete und dem ein oder anderen Gegner in dieser Saison sicherlich das Leben noch sehr schwer machen wird. Denn diese Mannschaft gehört ganz bestimmt ebenfalls zur Spitzengruppe dieser Staffel.

 

Aufstellung: Speck – P.Bastian, Bossert (Schempp), Rau, Ruppert – Hartmann, Lichtenberger – Zimmermann (Schäfer), M.Reiser, Holbach – S.Reiser (Mai)