2.Mannschaft - Wenig Glanz – aber wieder ein Dreier Drucken
Geschrieben von: Christopher Rau   
Dienstag, den 14. Mai 2013 um 08:32 Uhr

Auf Regen folgt meistens Sonne – so gesehen auch an diesem Sonntag auf der Busenbacher Albhöhe, als unsere Elf auf dem Trainingsplatz des FCB auf die Reserve der Spielvereinigung Söllingen traf. Sicherlich nicht gerade der Lieblingsgegner der FCB-Jungs, lieferte man sich doch in der Vergangenheit mehrere hitzige Duelle. Zuletzt vor einigen Monaten im Hinspiel dieser Saison. Dazu kam noch, dass Coach Hucker wieder umstellen musste, weil sich zu den bereits verletzten Stammkräften Beuthner und Bossert auch noch Philipp Schwemmle und Jochen Lichtenberger gesellten. Zudem nahm Goalgetter Reiser, ebenfalls angeschlagen, zunächst nur auf der Bank platz.

Bei unbequemen äußeren Bedingungen entwickelte sich zu keiner Zeit ein wirklich gutes Fußballspiel, bei dem der FCB zwar jederzeit feldüberlegen agierte, sich das Leben aber mit Ungenauigkeiten, Schlampereien und vermeidbaren Fehlern selbst schwer machte. Zu allem Überfluss passierte dann auch noch das, was man in diesem Jahr auf der Albhöhe noch überhaupt nicht und selbst in der Fremde höchst selten gesehen hatte – unsere Zweite kassierte einen Gegentreffer. Bei einem ihrer zahlreichen langen und hohen Bälle auf den turmhohen Riedesel, geriet unsere Hintermannschaft ins Wanken und gestatte den Gästen, durch einen kapitalen Abwehrschnitzer begünstigt, den 1:0-Führungstreffer. Damit lag unsere Elf in Rückstand. Und das überhaupt erst zum zweiten Mal in der Rückrunde. Nach 45 Minuten wechselte man mit diesem Spielstand sogar die Seiten.

In der Kabine versuchten die Jungs um Mittelfeld-Routinier Uwe Stark aber einen kühlen Kopf zu bewahren und sich wieder auf die eigenen Stärken zu besinnen. Ballsicherheit, schnelles Passspiel und Tempofußball in der Offensive. Und so kam man dann auch aus der Kabine. Zwar begünstigte der enge Trainingsplatz des FCB die Söllinger Mauertaktik noch eine Weile, aber dennoch war der FCB nun glasklar überlegen und erspielte sich einige Chancen. Bei einem der zahlreichen Angriffe drang Rechtsverteidiger Florian Mager über die Außenbahn durch, legte den Ball scharf vor’s Gehäuse und fand in Jörn Hartmann einen dankbaren Abnehmer, dessen erster Versuch mit der Hacke zwar noch scheiterte, beim Nachschuss aber von Erfolg gekrönt war – 1:1 nach 74. Minuten. Nun kehrte, mit dem aufbrechenden Wetter, auch der Glaube in unsere Mannschaft zurück, dieses Spiel doch noch drehen zu können. Und der viel umjubelte Führungstreffer fiel nur gute 10 Minuten später. Und für diese wichtigen Treffer gibt es bei uns nur einen: nach einem hohen Ball, von einem gegnerischen Verteidiger unterlaufen, stand der mittlerweile eingewechselte Goalgetter Simon Reiser mal wieder goldrichtig und schob eiskalt zum wichtigen 2:1 ein. In den letzten Minuten überschlugen sich dann nochmal die Ereignisse. Während Söllingen noch zweimal haarscharf am Gehäuse von Busenbachs Keeper Jens Speck vorbeizielte, hatte „ein Nichtgenannter“ auf der Gegenseite eine 5000%ige Chance, den Sack zuzumachen und scheiterte ebenfalls. Die letzte Aktion des Spiels sorgte dann nochmal richtig für Unruhe, als ein Gästeakteur im Laufduell mit einem Busenbacher Verteidiger zu Fall kam und die Jungs aus dem Pfinztal einen Elfmeter haben wollten. Zugegebenermaßen konnte man, je nach Blick auf das Geschehen, ein Foul gesehen haben (wollen), im Endeffekt entschied der gute Unparteiische aber die Partie richtigerweise weiterlaufen zu lassen und nur wenige Sekunden später abzupfeifen. Die extrem wütenden und protestierenden Gäste fühlten sich zwar in dieser Phase um den möglichen Ausgleich betrogen, verdankten es aber auch der Umsicht des Schiedsrichters, nicht den einen oder anderen Platzverweis wegen „zu starker Proteste“ kassiert zu haben.

Summa Summarum kein gutes Spiel unserer Elf, gegen einen gut organisierten Gegner. Im Endeffekt sind es aber diese Spiele, die man gewinnen muss, wenn man um die Meisterschaft spielen will. Und dem großen Einsatz in Durchgang Zwei und der tollen Moral in der Schlussphase verdanken es unsere Jungs, dass genau dieser Traum noch immer existiert.

 

 

Aufstellung: Speck – Mager, Mess, Rau, A.Martin – Stark, Hartmann – M.Reiser (Dekan), Knab, Schäfer (P.Bastian) – Holbach (S.Reiser)